| 1 | Redet ihr wirklich Gerechtigkeit durch Verstummen? Richtet ihr in Geradheit, ihr Menschenkinder? |
| 2 | Ja, im Herzen übet ihr Ungerechtigkeiten; eurer Hände Gewalttat wäget ihr dar im Lande. |
| 3 | Abgewichen sind die Gesetzlosen von Mutterschoße an, es irren von Mutterleibe an die Lügenredner. |
| 4 | Gift haben sie gleich Schlangengift, wie eine taube Otter, die ihr Ohr verschließt, |
| 5 | Die nicht hört auf die Stimme der Beschwörer, des Zauberers, der der Zaubersprüche kundig ist. |
| 6 | Zerschmettere, o Gott, ihre Zähne in ihrem Maule, brich aus das Gebiß der jungen Löwen, Jehova! |
| 7 | Laß sie zergehen wie Wasser, die zerfließen! Legt er seine Pfeile an, so seien sie wie abgestumpft! |
| 8 | Laß sie sein gleich der Schnecke, die zerschmelzend dahingeht, gleich der Fehlgeburt eines Weibes, welche die Sonne nie erblickt hat! |
| 9 | Bevor eure Töpfe den Dorn merken, möge er ihn, frisch oder brennend, hinwegstürmen! |
| 10 | Freuen wird sich der Gerechte, wenn er die Rache anschaut; er wird seine Füße baden im Blute des Gesetzlosen. |
| 11 | Und der Mensch wird sagen: Fürwahr, es gibt Lohn für den Gerechten; fürwahr, es gibt einen Gott, der auf Erden richtet. |